Startseite


 
 
 
 
 
 
 
 

Förderung auf europäischer Ebene

Fördermöglichkeiten auf europäischer Ebene werden unter den Bedingungen knapper Haushaltslagen in der BRD immer wichtiger und attraktiver.

An vielen Hochschulen sind Beratungsstellen für die Beantragung von EU-Fördergeldern eingerichtet worden. Das Bundesministerum für Bildung und Forschung (BMBF) hat ein EU-Büro aufgebaut, das insbesondere über die Struktur des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union informiert.
Eine sehr gute Anlaufstelle bei der Suche nach Förderung für PostDocs ist die Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen in Brüssel KoWi, die unter der Rubrik „Nachwuchswissenschaftler“ Informationen für NachwuchswissenschaftlerInnen aufbereitet hat. Hier finden sich auch Informationen zur Förderung von PostDocs. Von KoWi selbst organisierte Informations- und Beratungsprogramme zu Fördermöglichkeiten für NachwuchswissenschaftlerInnen sind das Programm JuWi, das Veranstaltungsreihen an Universitäten in Deutschland durchführt, und die Reihe „Research in Europe - National and European Funding Possibilities for Young Researchers“.
Eine Anlaufstelle kann auch das (englischsprachige) The Researcher’s Mobility Portal der Europäischen Union mit der Suchmöglichkeit nach Stipendien und Stellen in Europa sein.
Viele Informationen zum Europäischen Forschungsraum und zu den Rahmenprogrammen der EU bietet der Forschungs- und Entwicklungsinformationsdienst der Europäischen Gemeinschaft CORDIS. Von CORDIS wird auch das größte EU-Programm zur Ausgestaltung eines gemeinsamen Forschungsraums verwaltet, die Marie Curie-Actions. Zu diesen zählt auch das Marie Curie-Stipendienprogamm.

Marie Curie-Stipendien

Die von der Europäischen Kommission ins Leben gerufenen Marie Curie-Maßnahmen dienen der Förderung eines gemeinsamen europäischen Forschungsraums und wollen zu diesem Zweck die Mobilität der WissenschaftlerInnen in Europa verbessern. Neben einigen Unterstützungsprogrammen für kooperierenden Universitäten oder Forschungseinrichtungen bieten die Marie Curie-Maßnahmen auch eine Reihe von Stipendien für NachwuchswissenschaftlerInnen. Diese werden im EU-Sprachgebrauch als „early stage researchers“ bezeichnet, worunter man WissenschaftlerInnen mit mindestens 4 Jahren Forschungserfahrung bzw. Promotion versteht. An DoktorandInnen richten sich die Programme nicht.
Hinweis: Die im Folgenden genannten Links verweisen direkt zu der deutschsprachigen Version der EU-Seite zu den Marie Curie-Maßnahmen innerhalb des 7. Rahmenprogramms. Eine ausführliche deutschsprachige Information zu den Marie Curie-Maßnahmen gibt es z.B. bei der Universität Gießen.
Die Marie Curie Intra-European Fellowships fördern die Forschungsaufenthalte für 1 bis 2 Jahre an einer Gastinstitution innerhalb der Europäischen Union bzw. assoziierter Staaten. Es gibt keine bevorzugten Forschungsgebiete, die Stipendien stehen WissenschaftlerInnen aller Disziplinen offen.
Die Marie Curie Outgoing International Fellowships sind Stipendien für die Betätigung europäischer WissenschaftlerInnen außerhalb Europas. Erfahrene WissenschaftlerInnen (z.B. PostDocs) aus den Mitgliedsstaaten und assoziierten Staaten können Forschungsaufenthalte von 1 bis 2 Jahren an Institutionen in Drittstaaten, gefolgt von einer vorgeschriebenen Wiedereingliederungsphase an einer Institution in EU-Europa oder einem assoziierten Drittstaat durchführen. Auch hier gibt es keine bevorzugten Forschungsgebiete, die Stipendien stehen WissenschaftlerInnen aller Disziplinen offen.
Als Gegenstück fungieren die Marie Curie Incoming International Fellowships für WissenschaftlerInnen, die aus einem Drittstaat kommen und in Institutionen innerhalb der EU oder assoziierter Staaten forschen möchten.
Für WissenschaftlerInnen aus einem EU-Mitgliedsland oder einem assoziierten Staat, die an einer Marie-Curie-Maßnahme für Fortbildung und Mobilität mit einer Dauer von mindestens 18 Monaten teilgenommen haben und danach anstreben, schnellstmöglich eine langfristige Beschäftigung in der Forschung zu finden bzw. wiederaufzunehmen, gibt es die European Reintegration Grants.
ForscherInnen aus einem EU-Mitgliedsland oder einem assoziierten Staat, die mindestens 3 Jahre lang an Forschungsarbeiten in einem Drittland beteiligt gewesen sind und zurückkehren wollen, können ebenfalls Finanzhilfen beantragen - die International Reintegration Grants.


zum Seitenanfang

Starting Grants

Speziell für PostDocs zwei bis zehn Jahre nach Erhalt des Titels, die eine eigene Forschergruppe aufbauen wollen, gibt es bis zu fünf Jahre lang die „Starting Independent Researcher Grants“ des Europäischen Forschungsrates (ERC).


zum Seitenanfang

Weitere Stipendienmöglichkeiten im europäischen Kontext

European Science Foundation

Die Kooperationsförderung der European Science Foundation, der paneuropäischen Vereinigung nationaler Wissenschaftsorganisationen, zielt auf Grundlagenforschung in allen Disziplinen. In diesem Rahmen werden kleinere Stipendienprogramme angeboten, die Forschungs- oder Reisestipendien umfassen. Die Fristen und Laufzeiten der Programme sind recht unterschiedlich, die „Grants & Fellowships“ sind nach Fachbereichen aufgeführt.


INTAS

Für NachwuchswissenschaftlerInnen aus Staaten der ehemaligen UdSSR hat INTAS (The International Association for the Promotion of Co-operation with Scientists from the New Independent States (NIS) of the Former Soviet Union) bis Ende 2006 Stipendien vergeben, die kurze oder längere Forschungs- und Arbeitsaufenthalte in Länder der EU finanzieren. Mit dem Start des 7. Rahmenprogramms ist INTAS in Liquidation.


European Space Agency

Die ESA (European Space Agency) vergibt interne und externe Forschungsstipendien für PostDocs aus den Luft- und Raumfahrtwissenschaften und angrenzenden Bereichen für 2 Jahre.


European University Institute

Das European University Institute (EUI) in Florenz, das im Bereich der Geschichts- und Sozialwissenschaften forscht und sich insbesondere der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses verpflichtet fühlt, bietet Forschungsstipendien für PostDocs an.


zum Seitenanfang

Forschung und Lehre im Ausland

Förderung durch den DAAD

Der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) vergibt Postdoc-Stipendien und vermittelt Lehrtätigkeiten an ausländischen Hochschulen. Näheres ist über die umfaqngreiche Stipendiendatenbank des DAAD zu erfahren.


GrantsNet

Eine über den europäischen Raum hinausgehende Suchmöglichkeit für Stipendien ist das US-amerikanische Portal GrantsNet, das eine kostenlose Datenbank zu Stipendien für WissenschaftlerInnen aller Karrierestufen bereitstellt. Nach der Registrierung kann man die Datenbank nach PostDoc-Stipendien durchsuchen und dabei u.a. Programme auswählen, die auch nicht-US-BürgerInnen offen stehen.


/ zum Seitenanfang