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Forschungsförderung Bund/ LänderDabei überwiegt ganz eindeutig eine Unterstützung auf Stipendienbasis gegenüber der Einrichtung zeitlich befristeter Anstellungsverhältnisse. Die Dauer und Höhe der Stipendien-Zuwendungen kann sehr variieren, hinzu kommen meist Familienaufschläge, Zuschüsse zu Krankenversicherung und Forschungspauschalen. Der finanzrechtliche Status der StipendiatInnen wird dabei meist der individuellen Klärung des zuständigen Finanzamts überlassen!
Einen allgemeinen Überblick über forschungsfördernde Stiftungen geben der „Stipendienlotse“ des BMBF sowie der Stiftungsindex und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der auch die gezielte Suche nach PostDoc- oder Habilitationsstipendien ermöglicht.
Zur breit angelegten Suche eignet sich z.B. die Datenbank der Servicestelle für Elektronische Forschungsförderinformationen im deutschsprachigen Raum ELFI an der Ruhr-Universität Bochum, die Informationen zur Forschungsförderung sammelt und aufbereitet. Der Service ist kostenpflichtig, ELFI verkauft Lizenzen an Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.
Informativ kann auch eine Suche in der Förderdatenbank der Bundesministerien oder im Förderkatalog der Bundesregierung sein. Konkrete Stipendienangebote findet man allerdings nicht.
Um Fördermittel für den PostDoc-Bereich der Deutschen Forschungsgemeinchaft (DFG) zu erhalten, ist es erforderlich, dass die Promotion bereits abgeschlossen ist. Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle. Die Begutachtung von Projektanträgen dauert etwa 6 Monate. Die DFG bietet fachbezogene Beratungen an und hat spezielle Informationen zur Nachwuchsförderung zusammengestellt. Demnach gibt es neben verschiedenen Preisen 3 Förderwege mit unterschiedlichen Programmen:
Jedes der DFG-Graduiertenkollegs hat in der Regel eine PostDoc-Position. Diese werden als Stipendien in Tageszeitungen und oder über Internetportale wie Science-Jobs-De ausgeschrieben. Die Bewerbung ist meist direkt an die SprecherInnen des Graduiertenkollegs zu richten.
Ein Forschungsstipendium können deutsche und ausländische NachwuchswissenschaftlerInnen (die zukünftig in Deutschland arbeiten wollen) beantragen. Das Stipendium hat eine Förderungsdauer von bis zu 2 Jahren und ist ortsunabhängig, daher wird es oft zur Finanzierung eines Forschungsaufenthaltes im Ausland beantragt.
Herausragende WissenschaftlerInnen, die alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine Langzeitprofessur erfüllen, können sich um ein Heisenberg-Stipendium bewerben, um sich auf eine wissenschaftliche Leitungsposition vorzubereiten und in dieser Zeit weiterführende Forschungsthemen zu bearbeiten. Dies gilt auch, wenn man sich über eine Juniorprofessur qualifiziert hat.
Eine weitere Möglichkeit der PostDoc-Föderung für NaturwissenschaftlerInnen ist das NIH/DFG Research Career Transition Awards Program, eine Kooperation von DFG und den US-amerikanischen National Institutes of Health. Gefördert werden Forschungsprojekt über 5-6 Jahre, von denen ungefähr die Hälfte der Zeit in den USA an einem der NIH-Institute mit einem Stipendium und an einer kooperierenden Institution in Deutschland auf einer Stelle durchgeführt wird.
Die DFG bietet Stellen für NachwuchswissenschaftlerInnen entweder über eine Beschäftigung in einem Forschungsprojekt als wissenschaftliche/r MitarbeiterIn oder über die Förderung der „Eigenen Stelle“. Während die Stellen in Forschungsprojekten nach Ausschreibung (in Zeitungen, Zeitschriften, in Internetjobbörsen, teilweise auch auf den DFG-Stellenseiten) durch die LeiterInnen des Projektes besetzt werden, ist die Finanzierung der eigenen selbstständigen Forschungsarbeit für bis zu 3 Jahre auf Antrag möglich. Vorraussetzung ist die Anbindung an eine Institution und dass die Promotion nicht länger als 6 Jahre zurück liegt.
Das Emmy Noether-Programm möchte jungen NachwuchswissenschaftlerInnen einen Weg zur frühen wissenschaftlichen Selbständigkeit eröffnen. Promovierte ForscherInnen mit 2 bis max. 4 Jahren Forschungserfahrung nach der Promotion erwerben durch eine in der Regel fünfjährige Förderung die Befähigung zur/m HochschullehrerIn. Neben einer Stelle (BAT Ia/ TV-L 15) umfasst die Förderung auch Personalmittel für den Aufbau einer Arbeitsgruppe.
Zudem können innerhalb eines vom DFG geförderten Sonderforschungsbereichs Emmy-Noether-Nachwuchsgruppen aufgebaut werden. Eine Nachwuchsgruppe kann aber nicht direkt bei der DFG beantragt werden, sondern die Sonderforschungsbereiche oder Forschergruppen schreiben die Nachwuchsgruppen in der Regel auf ihren Internetseiten, in den überregionalen Zeitungen oder Fachzeitschriften aus. Das Gleiche gilt für die Förderung einer Nachwuchsgruppe innerhalb einer DFG-Forschergruppe.
2009 begann die DFG mit speziellen Angeboten speziell für die erste Postdoc-Phase, um junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu selbstständigen Forschungsanträgen zu ermutigen und durch geeignete Maßnahmen ihre Fähigkeit zur erfolgreichen Antragstellung auszubauen: DFG-Erstantrag (seit 15. Juni 2009), DFG-Karrieretage, Nachwuchsakademien und pauschale Mittel für die Anschubförderung in den Koordinierten Programmen.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) widmet sich der Unterstützung des internationalen Austauschs von Studierenden und WissenschaftlerInnen. In diesem Zusammenhang bietet der DAAD auch Förderung von Forschungsaufenthalten im Ausland für PostDocs an. Für besonders qualifizierte promovierte deutsche NachwuchswissenschaftlerInnen hat der DAAD ein eigenes PostDoc-Programm geschaffen. Dabei handelt es sich um Stipendien für weiterqualifizierende Forschungsaufenthalte im Ausland. Die Stipendien richten sich insbesondere an KandidatInnen, für die ein Auslandsaufenthalt im Anschluss an die Promotion ein wichtiger Qualifizierungsschritt für die spätere Berufslaufbahn in der Wissenschaft, der Wirtschaft oder im Kulturbereich darstellt. Die Stipendien werden für alle wissenschaftlichen Fachrichtungen weltweit angeboten. Sie werden für die Dauer von 3 bis 12 Monaten vergeben und können bis zu maximal 24 Monaten verlängert werden. Bewerbungsvoraussetzung ist eine Promotion mit sehr gutem Ergebnis. Sie darf zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht länger als 2 Jahre zurückliegen und soll in der Regel vor Vollendung des 30. Lebensjahres abgeschlossen worden sein.
Einen Überblick über weitere, länderspezifische Programme für PostDocs gibt die Abteilung Nachwuchsförderung der FU Berlin. Eine gezielte Suche ist direkt über die Stipendiendatenbank des DAAD, die auch andere Stipendiengeber berücksichtigt, möglich.
Seit Mitte 2009 kann der DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung deutsche WissenschaftlerInnen im Ausland bei der beruflichen Wiedereingliederung in der BRD unterstützen. Möglich sind Fahrtkostenzuschüsse und bis zu sechsmonatige Rückkehrstipendien zur wissenschaftlichen Wiedereingliederung.
Für ausländische PostDocs, die an einem Forschungsaufenthalt in Deutschland interessiert sind, gibt es Sonderprogramme, etwa 2003 die DAAD-Leibniz-Stipendien oder die Helmholtz-DAAD-Stipendien für DoktorandInnen und PostDocs. Genauere Informationen zu den einzelnen Programmen finden sich in der speziellen Stipendien-Datenbank für AusländerInnen des DAAD.
Anders als bei der Förderung von Promovierenden gibt es auf der Ebene der Bundesländer keine spezifischen Unterstützungsprogramme für PostDocs. Im Zusammenhang mit der Förderung der Gleichstellung von Frauen in der Wissenschaft gibt es jedoch einige länderspezifische Programme, die sich an promovierte Frauen richten. Zu den Länderprogrammen der frauenspezifischen Förderung gibt es auch Informationen auf den Seiten zur Promotionsfinanzierung.
Eine Form der Unterstützung von Frauen bei der Planung ihrer wissenschaftlichen Karriere sind Mentoring-Programme, wie sie mittlerweile an einigen Hochschulen angeboten werden. Eine Zusammenstellung findet sich beim Forum Mentoring e.V., einer bundesweiten Dachorganisation der Mentoring-Programme an Hochschulen. Das Programm „Der Weg zur Professur“ im Rahmen des UniMento-Projektes der Universität Augsburg beispielsweise soll promovierten Wissenschaftlerinnen Anregungen und Unterstützung für die Planung weiterer Schritte ihrer wissenschaftlichen Karriere geben. ProProfessur ist ein gemeinsames Projekt der fünf hessischen Universitäten und richtet sich an 45 hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen aller Fachrichtungen auf dem Weg in die Professur.
Baden-Württemberg hat einige Programme initiiert, etwa das Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm, das qualifizierte Wissenschaftlerinnen zur Habilitation ermutigen und sie materiell mittels einer TV-L 13-Stelle dazu in die Lage versetzen soll. Die Förderdauer beträgt bis zu 5 Jahre (drei Jahre aus Mitteln des Landes unter Kofinanzierung durch den Europäischen Sozialfonds, zwei weitere Jahre über die jeweilige Universität).
Das Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm zielt darauf ab, Frauen, die die Einstellungsvoraussetzungen für eine Fachhochschul-Professur weitgehend erfüllen, einen Lehrauftrag an einer Fachhochschule zu ermöglichen, um dadurch noch fehlende pädagogische Erfahrung zu erwerben oder Kontakte zur Fachhochschule zu knüpfen.
Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg vergibt gemeinsam mit der Neuen Universitätsstiftung Freiburg im Rahmen ihres STAY!-Stipendienprogramms Brückenstipendien für promovierte Wissenschaftlerinnen, die sich für die Fortsetzung der akademischen Laufbahn entschieden, aber noch keine Anschlussfinanzierung haben.
Bayern stellt seit 2008 Landesmittel zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre in allen wissenschaftlichen Qualifizierungsstufen ab der Postdoc-Phase im Programm Bayerische Gleichstellungsförderung (BGF) zur Verfügung.
In Berlin gibt es das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre, in dessen Rahmen z.B. Abschlussstipendien für Promotionen und Habilitationen, Forschungsstipendien zur Durchführung begrenzter Forschungsvorhaben für promovierte Wissenschaftlerinnen und Stipendien zur Ausarbeitung von Forschungsanträgen für andere Förderinstitutionen vergeben werden. Das Programm lief zunächst bis 2006, wurde verlängert und 2008 für den Zeitraum 2008 bis 2011 aufgestockt.
In Niedersachsen gibt es das Dorothea-Erxleben-Programm, das Frauen zur Qualifizierung für eine Professur unterstützen will. Die Förderung richtet sich u.a. an promovierte Wissenschaftlerinnen, die sich habilitieren wollen. Sie werden mit einer C1 Stelle (3 plus 3 Jahre) gefördert. Nach Auslaufen des Hochschulwissenschaftsprogramms Ende 2006 wurde allerdings nur die Förderung von Frauen an den künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschulen durch Stipendien fortgeführt.
Zur weiteren Suche kann ein Blick in die Datenbank des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung empfohlen werden.
In Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen gibt es so genannte Wiedereinstiegsstipendien, die Wissenschaftlerinnen, die ihre wissenschaftliche Qualifizierung (auf eine Professur oder Fachhochschulprofessur) aus familiären Gründen unterbrochen haben, die Möglichkeit geben sollen, das fehlende Qualifikationselement nachzuholen bzw. Anschluss an die Entwicklung des eigenen Fachs zu halten. In Baden-Württemberg gibt es in Nachfolge der bis Ende 2006 gewährten Wiedereinstiegsstipendien das Schlieben-Lange-Programm, mit dem mehr Frauen zu einer wissenschaftlichen Karriere ermuntert und so die Anzahl der auf eine Professur berufbaren Frauen erhöht werden soll.
Forum Mentoring e.V.
// Programme
Uni Augsburg
// Der Weg zur Professur
MWK Baden-Württemberg
// Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm
MWK Baden-Württemberg
// Mathilde-Planck-Lehrauftragsprogramm
Uni Freiburg
// STAY! Stipendien
LMU München
// Bayerische Gleichstellungsförderung
MWK Niedersachsen
// Dorothea-Erxleben-Programm
MBWJK Rheinland-Pfalz
// Wiedereinstiegsstipendien
Fördermitteldatenbank Sachsen
// Wiedereinstiegsstipendien
KM Thüringen
// Förderung von Frauen
MWK Baden-Württemberg
// Schlieben-Lange-Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind
Die Volkswagenstiftung ist die größte deutsche gemeinnützige Stiftung, die sich der Wissenschaftsförderung verpflichtet hat. Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat die VW-Stiftung drei Programme aufgestellt.
Mit dem im August 2005 beendeten Tandemprogramm wollte die Volkswagenstiftung herausragenden NachwuchswissenschaftlerInnen die Möglichkeit eröffnen, sich unmittelbar nach der Promotion einer interessanten, interdisziplinär ausgerichteten Aufgabe zu widmen. Dabei sollte ein Team von zwei, gegebenenfalls auch drei NachwuchsforschernInnen, die nicht im gleichen Fach promoviert haben gemeinschaftlich, an einem fachübergreifenden Projekt arbeiten. Die Promotion sollte nicht länger als 2 Jahre zurückliegen. Angesprochen waren alle Fachrichtungen, der Sitz eines der Antragstellenden konnte im europäischen Ausland sein. Gefördert wurden Stellen nach BAT IIa bzw. IIa(Ost) für zunächst 3 Jahre.
Das Programm der Lichtenberg-Professuren hat als Kernzielgruppe hoch qualifizierte NachwuchswissenschaftlerInnen 2 bis 3 Jahre nach ihrer Promotion (Förderung nach W1). Aber auch WissenschaftlerInnen - bevorzugt RückkehrerInnen aus dem Ausland –, deren Promotion schon mehrere Jahre zurückliegt (W2), und bereits etablierte, international herausragende ForscherInnen (so genannte Five-Star-Professorships, W3) können - bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen - gefördert werden.
Seit 2007 gibt es die Schumpeter-Fellowships für den Hochschullehrer- und Führungsnachwuchs in den Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine Promotion mit herausragendem Ergebnis, die nicht länger als fünf Jahre zurückliegen sollte, und das Vermögen, sich mit eigenständigen Beiträgen international zu positionieren.
Die Initiative „Pro Geisteswissenschaften“ will Geisteswissenschaftler unterstützen, die sich den neuen, komplexen Herausforderungen der Gegenwart stellen. Sie umfasst drei Komponenten.
Das Förderziel der Alexander von Humboldt-Stiftung ist die Exzellenzförderung. Insbesondere bietet sie die PostDoc-Förderung aller Fachrichtungen für Personen, die ihren Lebensmittelpunkt im In- oder Ausland haben.
Neben Forschungspreisen (in unserem Kontext ist zum Beispiel der Sofja Kovalevskaja-Preis interessant, mit dem für erfolgreiche SpitzennachwuchswissenschaftlerInnen aus dem Ausland die Möglichkeit besteht, an einer selbst gewählten Forschungseinrichtung in Deutschland für die Dauer von fünf Jahren Arbeitsgruppen aufzubauen und ein hochrangiges und innovatives Forschungsprojekt eigener Wahl durchzuführen) hat die Humboldt-Stiftung einige Stipendienprogramme aufgelegt:
Die Feodor-Lynen-Forschungsstipendien oder die Feodor Lynen Summer Research Fellowships werden für Forschungsaufenthalte hoch qualifizierter, promovierter deutscher NachwuchswissenschaftlerInnen, die jünger als 38 Jahre alt sind, zur Durchführung eines eigenen Forschungsprojektes für einen langfristigen Forschungsaufenthalt (Langzeitstipendien) im Ausland vergeben. Die Höhe der Zuwendung ist je nach Familiensituation der/des StipendiatIn und Gastland unterschiedlich, in der Regel aber verhältnismäßig gut (z.B. lediger Stipendiat in den USA ca. 2.700 Euro/Monat).
Im Rahmen des Feodor Lynen-Programms übernimmt die Humboldt-Stiftung die Vorauswahl von deutschen PostDocs, die sich um ein Stipendium der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) in Japan bzw. des National Science Council (NSC) in Taiwan bewerben.
Für Personen, die ihren Lebensmittelpunkt im Ausland haben, kommen folgende Programme in Frage:
An hochqualifizierte, promovierte ausländische WissenschaftlerInnen aller Nationen und Fachgebiete aus dem Ausland im Alter bis zu 40 Jahren für einen langfristigen Forschungsaufenthalt in Deutschland richten sich die Humboldt-Forschungsstipendien.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen außereuropäischen Ländern, die ihre Promotion vor nicht mehr als zwölf Jahren abgeschlossen haben, können für den Fraunhofer-Bessel-Forschungspreis nominiert werden.können für den Fraunhofer-Bessel-Forschungspreis nominiert werden.
Hochqualifizierte WissenschaftlerInnen aus Entwicklungsländern im Alter bis zu 45 Jahren können für einen langfristigen Forschungsaufenthalt in Deutschland Georg Forster-Forschungsstipendien beantragen. Die Humboldt-Stiftung hat eine Liste der Länder, die sie zu den Entwicklungsländern zählt, zusammengestellt.
Für GesellschaftswissenschaftlerInnen aus Lateinamerika gibt es die Thyssen-Humboldt-Kurzzeitstipendien.
Die Fritz Thyssen Stiftung fördert Forschungsprojekte in den Bereichen „Geschichte, Sprache & Kultur“, „Staat, Wirtschaft & Gesellschaft“ und „Medizin und Naturwissenschaften“ sowie den Querschnittsbereichen „Bild und Bildlichkeit“ und „Internationale Beziehungen“. Zu ihren Zielen zählt insbesondere die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses. In den Projekten werden für Promovierte in der Regel Stellen nach BAT-IIa eingerichtet.
Außerdem vergibt sie Stipendien für die Dauer bis zu einem Jahr für jüngere promovierte WissenschaftlerInnen unmittelbar im Anschluss an die Promotion (bis 2 Jahre nach Abschluss).
Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina fördert mit PostDoc-Stipendien herausragend promovierte NachwuchswissenschaftlerInnen aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Fachgebieten aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz unter 36 Jahren (beim Vergabeentscheid). Angrenzende Disziplinen wie Wissenschaftsgeschichte, Mathematik, Theoretische Informatik, Werkstoffwissenschaften, Ökologie, Anthropologie und Psychologie sind einbezogen. Gefördert wird in der Regel 2 bis max. 3 Jahre mit einem Grundstipendium von ca. 1.400 Euro.
VW-Stiftung
// Tandem-Programm
VW-Stiftung
// Lichtenberg-Professuren
VW-Stiftung
// Schumpeter-Fellowships
VW-Stiftung
// Pro Geisteswissenschaften
Leopoldina
// Postdoc-Stipendium
Die bayerische Forschungsstiftung vergibt PostDoc-Stipendien bis zu 12 Monate (max. 2.500 Euro/Monat) an ausländische BewerberInnen, die an Einrichtungen in Bayern forschen wollen.
Durch die Robert Bosch Stiftung wird Forschung zu wechselnden Schwerpunktthemen gefördert. Vereinzelt kann in den Förderschwerpunkten auch die Förderung von PostDocs enthalten sein, beispielsweise in dem Projekt zu Internationalen Agrar- und Forstwissenschaften in Form von Nachwuchsforschergruppen, die vom Modell her „Juniorprofessuren“ ähneln. Das letztgenannte Programm läuft allerdings aus, es werden also keine Bewerbungen mehr angenommen.
Die Gerda Henkel Stiftung fördert die Forschung in den historischen Geisteswissenschaften, vorrangig der Geschichtswissenschaft, der Archäologie, der Kunstgeschichte und historischen Teildisziplinen. Für Promovierte können Forschungsstipendien in Forschungsprojekten oder unmittelbar persönlich beantragt werden. Die Stipendien sind altersgestaffelt und werden durch Familienzuschläge ergänzt. Die Laufzeit beträgt bis zu 2 Jahren.
Die Boehringer Ingelheim Stiftung verfügt u.a. über ein Perspektiven-Programm für selbstständige Nachwuchsgruppenleiter („Plus Drei"), das herausragenden Nachwuchsgruppenleitern in Medizin, Biologie und Chemie die Möglichkeit geben soll, das eigenständige Forschungsprofil weiter zu entwickeln und die Berufbarkeit zu erlangen.
Durch die Stiftung Stipendienfonds des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) können jüngere, hochbegabte WissenschaftlerInnen aus dem Bereich der Chemie, die die Hochschullehrerlaufbahn anstreben, für 3 bis max. 4 Jahre gefördert werden. Das Liebig-Stipendium für den Hochschullehrernachwuchs umfasst bei Forschungstätigkeit in Deutschland eine Sachmittelpauschale von 50.000 Euro und beträgt 2.300 Euro monatlich.
Die Schering Forschungsgesellschaft hat ihr Stipendienprogramm für Postdoktoranden zum 31.12.2007 beendet und vergibt Stipendien nur noch an Doktoranden.
Die Dr. Mildred Scheel Stiftung vergibt PostDoc-Stipendien im Bereich der Krebsforschung für die Tätigkeit an Institutionen in den USA, in der Regel für ein Jahr mit der Möglichkeit der Verlängerung um ein weiteres Jahr. Voraussetzungen für die Bewerbung sind eine abgeschlossene Promotion, deutsche Staatsangehörigkeit, ständiger Wohnsitz und Tätigkeit im Bundesgebiet und ein Höchstalter von 40 Jahren, soweit die Berufsausbildung (abschließende Hochschul- oder Staatsprüfung) nicht länger als zehn Jahre zurückliegt.
Im Rahmen der Förderprogramme der Deutschen Krebshilfe gibt es zudem das Max-Eder-Programm zum Aufbau von NachwuchsforscherInnengruppen auf dem Gebiet der klinischen Onkologie. Hochqualifizierte junge OnkologInnen (MedizinerInnen oder NaturwissenschaftlerInnen mit explizit kliniknaher Ausrichtung), die bei Antragstellung im Regelfall nicht älter als 35 Jahre sind, haben die Möglichkeit, nach Abschluss einer PostDoc-Ausbildung eine 3- bis 5-jährige Förderung für eine Nachwuchsgruppe an einer onkologisch ausgewiesenen klinischen Einrichtung zu erhalten. Die Förderung kann in Form einer Stelle (bis BAT Ia) erfolgen.
Die Dr. Isolde Dietrich-Stiftung vergibt ein PostDoc-Stipendium im Bereich der Festkörper-Physik.
Die DPhG-Stiftung (Horst Böhme-Stiftung) zur Förderung der Pharmazie vergibt ein Habilitationsstipendium in ihrem Themengebiet.
Die VERUM Stiftung für Verhalten und Umwelt organisiert und fördert Forschungsvorhaben, in denen Verhaltens- und Umwelteinflüsse auf die menschliche Gesundheit untersucht werden.
Bayerische Forschungsstiftung
// Stipendien für ausländische Post-Docs
Robert Bosch Stiftung
// Nachwuchsgruppen
Boehringer Ingelheim Stiftung
// Förderprogramme
Stiftung des VCI
// Chemiefonds-Stipendium
Deutsche Krebshilfe e.V.
// Nachwuchsförderung