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30.03.2009

GEW: „Wer Spitzenforschung will, muss in Hochschulen und gute Studienbedingungen investieren!“

Bildungsgewerkschaft zur vierten Sitzung der „Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz“

Frankfurt a.M. – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Planungssicherheit für Forschungseinrichtungen (Pakt für Forschung und Innovation) begrüßt. „Wer Spitzenforscher ausbilden will, muss zuvor in den Ausbau der Hochschulen investieren und für gute Studienbedingungen sorgen. Zurzeit werden die Prioritäten jedoch falsch gesetzt: Die Förderung der Spitzenforschung geht zu Lasten der Hochschulen und der Studierenden. Dabei braucht Deutschland schon jetzt deutlich mehr wissenschaftlich ausgebildete Fachkräfte. Der Hochschulpakt muss aufgestockt werden und eine längerfristige Perspektive bieten“, sagte Andreas Keller, für Hochschule und Forschung verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied, heute mit Blick auf die Ergebnisse der vierten Sitzung der „Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz“. Wenn Deutschland die Studienanfängerquote deutlich steigern wolle, dürfen die zusätzlichen Ausgaben für die Hochschulen nicht wieder auf Talfahrt gehen, wenn der Gipfel des „Studierendenbergs“ erreicht ist. In der Bundesrepublik nähmen zurzeit 39 Prozent der jungen Menschen eines Jahrgangs ein Studium auf, das OECD-Mittel liege bei 56 Prozent.

„Wenn die Exzellenziniative fortgesetzt wird, müssen faire Chancen für alle Hochschulen gesichert werden. Das bisherige Standortgefälle von West nach Ost und Süd nach Nord ist nicht nachzuvollziehen. Nicht nur exzellente Forschung auch exzellente Lehre muss belohnt werden“, betonte Keller. Er verlangte, dass auch Fachhochschulen in die Initiative einbezogen werden müssten. Die Aufstockung der Mittel für die befristete Projektförderung dürfe nicht als Vorwand genommen werden, um die Beschäftigungsverhältnisse des an den Exzellenzunis beschäftigten Personals weiter zu flexibilisieren und destabilisieren.

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