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FH-PersonalIn den 1970er Jahren hat die GEW die Auffassung vertreten, dass Universitäten und Fachhochschulen in einer Gesamthochschule aufgehoben werden sollen. Seit den 1980er Jahren tritt die GEW für einen einheitlichen tertiären Bereich ein. Der damalige Diskussionsstand ist in den „GEW-Materialien aus Hochschule und Forschung“ (MatHoFo) Nr. 56 (1988) erfasst. Im Jahr 1988 hat die GEW die „Wiesbadener Erklärung zu den Fachhochschulen“ abgegeben. Vor dem Hintergrund der Wiedervereinigung und den Entwicklungen in Westeuropa hat in den 1990er Jahren eine neue Positionierung stattgefunden, die im GEW-Papier „Fachhochschule plus“ und in zwei Tagungsdokumentationen – MatHoFo Nr. 67 (1992) und MatHoFo Nr. 84 (1997) – nachzulesen ist. Am 15. Mai 1996 hat der Bundesfachgruppenausschuss Hochschule und Forschung (BFGA HuF) das GEW-Positionspapier „Fachhochschulen im Verteilungskampf“ beschlossen.
Daran knüpfte eine Reihe von landesverbandsspezifischen Positions-Papieren an. Mit dem Diskussionsforum „Differenzierung, Durchlässigkeit und Kooperation. Perspektiven der Fachhochschulen im Tertiären Bereich“ vom 14. bis 16. November 1997 in Magdeburg (MatHoFo Nr. 98, 1999) begann die bundesweite GEW-Diskussion über die Folgen der Studiengangreform und der neuen Bachelor-/Master-Abschlüsse für die Fachhochschulen. Daran wurde mit der Sommerschule 2004 angeschlossen, siehe MatHoFo Nr. 108 (2005).
Der Bologna-Prozess kennt die binäre Trennung von Fachhochschulen und Universitäten nicht mehr. Die hierarchische Abschottung von Fachhochschulen und Universitäten muss überwunden werden. Unterschiedliche Interessen der Studierenden müssen mit einer arbeitsmarktpolitisch gebotenen Durchlässigkeit verbunden werden. Unsere europäischen Nachbarn zeigen uns neuartige Hochschulverbünde: Im Vereinigten Königreich gibt es nach der Abschaffung der Polytechnics nur noch „Universities“ (wenn auch „alte“ und „neue“). Die Freie Universität Amsterdam hat sich mit der Hogeschool zusammengetan, in Belgien verbinden „Associaties“ die bisher getrennten Universitäts- und Fachhochschul-Lehrangebote.
Nach Auffassung der GEW werden Personalstruktur und Personalausstattung an den Fachhochschulen deren Strukturwandel nicht gerecht. In einem Diskussionspapier aus der GEW-Projektgruppe „Arbeitsplatz Hochschule und Forschung“ (ProG Arbeitsplatz HuF) sind Forderungen und Vorschläge zusammengefasst.
/ Bestellbare Materialien
(zum Thema: MatHoFo 108, 84, 67, 56)
BMBF
// Die Fachhochschulen in Deutschland (2004)