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Überblick

Die GEW setzt sich u.a. dafür ein, dass es auch für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die nicht auf eine Professur berufen werden, auf Dauer Chancen in Hochschule und Forschung gibt. Die Phase der wissenschaftlichen Qualifizierung ist aus Sicht der GEW mit der Promotion abgeschlossen.

Die deutsche Hochschulpersonalstruktur ist dadurch gekennzeichnet, dass WissenschaftlerInnen entweder ProfessorInnen sind oder als wissenschaftlicher „Nachwuchs“ angesehen werden, der sich auf eine Professur vorbereitet – und sei es ein Leben lang. Oft ist dies mit künstlicher Abhängigkeit und atypischen prekären Beschäftigungsverhältnissen verbunden. Die Weiterqualifikation – der eigentliche Grund für die ebenfalls zunehmenden Teilzeitverträge – wird zur in der Freizeit zu erledigenden Privatangelegenheit erklärt. Kommt es nicht zur Berufung auf eine Professur, droht oft eine Sackgasse: Auf dem außerhochschulischen Arbeitsmarkt als überqualifiziert geltend, gibt es für die Betroffenen in Hochschule und Forschung keine Beschäftigungsmöglichkeiten auf Dauer.

2008 wurde der im Auftrag der Bundesregierung vom Institut für Hochschulforschung an der Universität Halle-Wittenberg (HoF Wittenberg) erstellte erste Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses (BuWiN) vorgestellt, das HoF führte dazu am 9.4.2008 einen Workshop durch. Am 28.10.2008 wurde das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Kommunikations- und Informationssystem wissenschaftlicher Nachwuchs (KISSWIN) gestartet.

Der Geschäftsführende Vorstand der GEW hat am 30.9.2008 unter dem Titel „Informationslücken schließen, Promotionsphase absichern, Karrierewege reformieren“ Forderungen der GEW zur Zukunft des wissenschaftlichen Nachwuchses beschlossen. Die GEW fordert schon seit langem eine Reform der Hochschulpersonalstruktur, die auch nichtprofessoralen WissenschaftlerInnen die Möglichkeit gibt, in Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf Dauer Wissenschaft als Beruf ausüben zu können. Die Phase der wissenschaftlichen Qualifizierung endet mit der Promotion.

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