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Überblick Beschäft.-beding.Steigende Studierendenzahlen bei einer stagnierenden, teils rückläufigen Anzahl des wissenschaftlichen, technischen und Verwaltungspersonals – das charakterisiert die Lage am Arbeitsplatz Hochschule und Forschung. Die gesellschaftlichen Erwartungen an die Ausbildungs- und Forschungsleistungen wachsen, die finanziellen Aufwendungen für den Hochschul- und Forschungsbereich halten damit nicht Schritt. Arbeitsverdichtung ist die Folge, die Attraktivität des Arbeitsplatzes Hochschule und Forschung leidet darunter. Die Ausweitung von Teilzeit und Fristverträgen dämpfen Kreativität und Motivation. Die Identifikation mit dem eigenen Arbeitsplatz schwindet in dem Maße, in dem die Betroffenen keine sinnvollen beruflichen Perspektiven sehen.
Diese Missstände deutlich zu machen und auf die absehbaren negativen Folgen für die Gewinnung eines hochschulqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses hinzuweisen, ist das Ziel der materiellen Interessenvertretung der GEW am Arbeitsplatz Hochschule und Forschung.
Das zweite Ziel der GEW ist es, diese Missstände durch alternative Modelle der Bildungsfinanzierung und beschäftigungspolitische Neuansätze zu beseitigen.
Die GEW setzt auf neue, tarifvertragliche Regelungen und nimmt die gesamte Personalstruktur im europäischen Hochschul- und Forschungsraum und darüber hinaus in den Blick. Für die GEW gehören die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft auf die Agenda des Bologna-Prozesses. Wer den Generationenwechsel sinnvoll gestalten will, braucht ein Konzept, das sowohl den genderpolitischen Anforderungen gerecht wird als auch den jüngeren WissenschaftlerInnen attraktive berufliche Perspektiven anbietet. Die GEW möchte die Beschäftigungsbedingungen für die verschiedenen Beschäftigtengruppen verbessern. Optimale, aufgabengerechte Beschäftigungsformen des nichtwissenschaftlichen und des wissenschaftlichen Personals müssen nach Auffassung der GEW in ein ganzheitliches Personalstrukturkonzept eingebunden sein. Die GEW tritt ein für Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit, für Durchlässigkeit. Übergangsstellen und Anschlussbeschäftigung fordert die GEW ebenso wie Weiterbildungsoptionen und Personalentwicklung. Die GEW steht für das Konzept „Wissenschaft als Beruf“. Wichtige GEW-Forderungen sind im am 6.9.2010 vorgestellten „Templiner Manifest" enthalten, das auch online unterzeichnet werden kann.
Einen Vergleich zu Australien, Kanada, Neuseeland, Großbritannien und den USA ermöglicht ein im Oktober 2005 für die Bildungsinternationale (EI) vorgelegter Bericht.
Wissenschaftspolitisches Programm der GEW:
/ Wissenschaft als Beruf
/ Bestellbare Materialien
(zum Thema: MatHoFo 107, 102)
Europäische Kommission
// Empfehlung über die Europäische Charta für Forscher und einen Verhaltenskodex für // die Einstellung von Forschern (11.3.2005)