Die GEW fordert eine Stärkung der Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten nicht nur an Hochschulen, sondern auch an außerhochschulischen Forschungseinrichtungen – unabhängig von deren Rechtsform. Auch damit angesichts des wachsenden Leistungsdrucks die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten nicht vernachlässigt werden, wächst die Bedeutung der Betriebs- bzw. Personalräte als deren Interessenvertretungen.
Wissenschaft war nie nur auf eine Region beschränkt. In den letzten Jahren hat die internationale Zusammenarbeit stark an Bedeutung gewonnen. Auf EU-Ebene sollen die wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten in einem Europäischen Forschungsraum integriert werden. In der Bundesrepublik ist der bestehende Wettbewerb zwischen den Hochschulen um Gelder für die Forschung durch die Exzellenzinitiative deutlich verstärkt worden.
All die eben genannten Themen sind Arbeitsfelder auch für die Bildungsgewerkschaft GEW. Gleichzeitig geraten auch ethische Aspekte im Kontext der Forschung zunehmend ins Blickfeld. Ein Beispiel hierfür sind die Forderungen nach Zivilklauseln in Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die GEW erwartet von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Forschungsförderorganisationen sowie den einzelnen Forscherinnen und Forschern, dass sie die gesellschaftliche Verträglichkeit der Strukturen, in denen sie arbeiten, und die ethischen, sozialen, ökologischen und kulturellen Folgen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit stets reflektieren.
02.05.2012
/ GEW: „Freiheit braucht Verantwortung“
Wissenschaftspolitisches Programm der GEW:
/ Forschung